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Ein Minibus für Arztbesuche

Ein Minibus für Arztbesuche (09.10.2006)

Freude über einen Kleinbus: Dank der Unterstützung der Rotary-Clubs von Konstanz und Fontainebleau konnte sich eine ukrainische Internatsschule den Bus und vieles mehr anschaffen.

Konstanz (sef) Dank der Initiative des Rotary Clubs Konstanz und seines ehemaligen Präsidenten Rolf Knippers hat eine Internatsschule im ukrainischen Tschernivtsi, dem früheren Czernowitz, einen Schulbus und viele neue, dringend benötigte Haushaltsgegenstände erhalten. Knippers konnte den Rotary Club in der Konstanzer Partnerstadt Fontainebleau sowie Rotary International von einer Beteiligung an dem Projekt überzeugen. "Ich war bei meinem Besuch begeistert von dem Engagement der Lehrer und der Aufgeschlossenheit der Schüler des Internats. Gleichzeitig war ich entsetzt über das desolate Wohngebäude für die 20 bis 30 Internen", erinnert sich der emeritierte Biologieprofessor. Die Waschgelegenheiten seien heruntergekommen und unzureichend gewesen, die Küche hätte hygienisch und technisch an der unteren Grenze gelegen. Die Schule in einem ärmlichen Vorort von Tschernivtsi bietet Platz für etwa 200 Schüler, die entweder Waisen sind oder aus zerrütteten Familien kommen.

Zwei psychiatrische Ärzte, Freunde von Rolf Knippers, hatten den ersten Kontakt zu den Rotariern hergestellt. Vor zwei Jahren besuchte er die Schule und sprach vor Ort mit dem Dirketor Jurij M. Babetschko über mögliche Verbesserungen. Zusammen mit den Rotariern aus der Konstanzer Partnerstadt Fontainebleau veranstaltete man Benefiz-Konzerte und sammelte Spenden. 15000 Euro kamen so zusammen, Rotary International gab noch einmal den selben Betrag dazu. "Rotary Südwest hat sich als Schwerpunkt seiner Projekte die Ukraine ausgewählt", sagt Rolf Knippers. "Gerade zu Czernowitz habe ich eine starke Affinität." Viele Kulturen hätten dort früher tolerant und friedlich zusammengelebt, die Stadt sei ein lebendes Denkmal mit fast schon mythologischer Bedeutung, so der Professor.

Von dem Geld wurde ein Minibus russischer Bauart für Arztbesuche der Schüler sowie ein Elektroherd, eine Waschmaschine und Stühle gekauft. Auch 40 neue Kinderbetten mit Matratze und Bettzeug konnten angeschaft werden. Mitte September wurden diese Güter in Tschernivtsi bei einer kleinen Feierstunde der Schule übergeben. Ukrainische Lieder wurden gesungen und Dankesreden gehalten, die Presse und das Fernsehen berichteten landesweit. Rolf Knippers sprach in Tschernivtsi mit der Stadtverwaltung. Durch die Hilfsaktion war diese auf die Schule aufmerksam geworden und hat ebenfalls Mittel zur Verbesserung der Waschräume investiert. Küche und Wäscherei sollen ebenfalls weiter modernisiert werden, sogar die Einrichtung eines eigenen Sportzentrums steht in Aussicht.

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